[Rezension] Rosendorn (Bd.1) von Jenna Black

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Titel: Rosendorn
Originaltitel: Glimmerglas
Autorin: Jenna Black
Verlag: Pan Verlag
Erscheinungsdatum: 03. Februar 2012
ISBN-13: 978-3426283509
Preis: 14,99€ (TB)
Seitenzahl: 400
Genre: Fantasy, Jugendroman
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Langsam aber sicher hat Dana von ihrer dauerbetrunkenen Mutter, die sie bei jeder Gelegenheit vor anderen blamiert, die Nase voll. Obwohl ihre Mutter sie immer davor gewarnt hat, bricht Dana nach Avalon, der einzigen Stadt, in der Menschen und Feen friedlich nebeneinander leben auf, um dort auf eigene Faust nach ihrem Vater zu suchen. Doch die politischen Verhältnisse in Avalon sind heikel. Eine Ratsversammlung, bestehend aus sechs Menschen und sechs Feen leitet die Geschicke der Stadt. Zudem gibt es ein 13. Mitglied, den sogenannten Konsul, der bei Abstimmungen ein Unentschieden abwenden kann. Nach jeweils zehn Jahren wechselt dieser Posten zwischen Menschen und Feen. In knapp einem Jahr soll nun eine neue Fee Konsul werden. Langsam zeichnen sich die Kandidaten ab, zu denen auch Danas Vater, ihre Tante und Alistair vom dunklen Hof der Feen gehören. Schon bald sieht sich Dana in einem politischen Machtkampf gefangen, denn keiner der Anwärter schreckt davor zurück, das junge Mädchen als Druckmittel gegen die anderen Parteien einzusetzen. Ihre einzigen Verbündeten scheinen Alistairs Kinder Kimber und Ethan zu sein, doch spielen die beiden letztendlich vielleicht doch ein falsches Spiel?

 
Jenna Black studierte Anthropologie und Französisch an der Duke University in North Carolina. Sie arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bevor sie als Autorin erfolgreich wurde. "Rosendorn" ist ihr erster Jugendroman.

Dana Hathaway:

Danas Leben ist ein einziges Chaos. Da ihre Mutter die Sechzehnjährige vor ihrem Vater Seamus Stuart, einem hochrangigen Politiker der Feen in der Stadt Avalon, verbergen will, ziehen die beiden ständig um. So ist es für den Teenager schwer, echte Freundschaften zu schließen und oft fühlt sie sich deshalb einsam. Auch ihre Mutter ist ihr keine wirklich große Stütze, denn diese ertränkt ihre Probleme in Alkohol, wann immer sie die Gelegenheit dazu findet.

Ethan und Kimber:

Die beiden sind die Kinder von Seamus‘ politischem Gegner Alistair. Ihre Familie gehört zum dunklen Hof der Feen, wohingegen Dana durch ihren Vater zum lichten Hof gehört. Allein schon aus diesem Grund ist eine Freundschaft zwischen den Jugendlichen ausgeschlossen, denn im Land der Feen sind die Königinnen der beiden Reiche erbitterte Feindinnen. Seit vielen Generationen hat die Familie keine so magiebegabte Fee mehr hervorgebracht, wie Ethan. Aus diesem Grund wird er vor allem von seinem Vater immer wieder zum Leidwesen seiner Schwester Kimber bevorzugt. Diese versucht ihrerseits ihr mangelndes magisches Geschick durch Wissen auszugleichen, weshalb sie stets zu den Besten ihres jeweiligen Schuljahrgangs gehört.

Die gesamte Geschichte wird durchweg aus Danas Sicht wiedergegeben, sodass der Leser ihre anfängliche Verwirrung im politischen Machtspiel geradezu greifbar spüren kann. Dana kommt als Neue nach Avalon und findet sich in dieser seltsamen Stadt nur schwer alleine zurecht. Ihre Gefühle und Gedanken werden dem Leser deutlich dargestellt, sodass die Situation der 16 jährigen gut nachvollziehbar ist. Nach kurzer Zeit bildet sich ein lockeres Band zwischen Dana, Ethan und Kimber, doch da sie Alistairs Kinder sind, bleibt stets ein letzter Zweifel vorhanden, ob die beiden nicht doch in die politischen Machenschaften ihres Vaters verwickelt sind und Dana lediglich auf ihre Seite ziehen wollen. Dadurch gestaltet sich der Beginn ihrer Freundschaft sehr schwierig und erst nach einiger Zeit können sich die Teenager einander schließlich öffnen. Die politischen Ränkespiele bleiben dem Leser dabei jedoch stets im Gedächtnis. Sie werden von der Autorin präzise und deutlich geschildert, sodass es keine Mühe macht, das Gelesene zu verstehen und nachzuvollziehen.

Zwischen Dana und Ethan herrscht schon seit der ersten Begegnung ein gespanntes Prickeln, doch Kimber rät ihrer neuen Freundin immer wieder aufs Neue von ihrem Bruder ab. Dennoch kann auch sie es nicht verhindern, dass Dana bei Ethans Anblick ganz weiche Knie bekommt. Sie fühlt sich immer mehr zu dem schönen Dunkelelf hingezogen, obwohl sie genau weiß, dass eine Beziehung zwischen ihnen niemals funktionieren würde.

Besonders gefallen hat mir auch der interessante Ansatz der Stadt Avalon als Schnittpunkt zwischen der Welt der Menschen und dem Feenreich. Werden Feen sonst immer als mystische Wesen dargestellt, die geheimnisvoll und unnahbar wirken, so erscheinen sie dem Leser in Avalon geradezu „normal“. Abgesehen von ihren magischen Fähigkeiten und dem unglaublich attraktiven Aussehen mit spitz zulaufenden Ohren, unterscheiden sie sich kaum von den menschlichen Bewohnern der Stadt. Dies scheint der Autorin zudem sehr wichtig zu sein, denn selbst magische Handlungen werden nicht allzu sehr in den Vordergrund gestellt und wirken daher meist nebensächlich.

Die sprachliche Gestaltung des Romans ist eher schlicht als ausladend und bietet dem Leser zahlreiche Gelegenheiten, seine eigene Fantasie einfließen zu lassen. Besonders die Welt der Feen bleibt vorerst noch ein Rätsel, das der Leser lediglich aus der Ferne betrachten kann. Mit „Rosendorn“ ist Autorin Jenna Black ein wirklich guter Auftakt für ihre Serie gelungen. Das Buch bietet Spannung, Romantik und eine verzwickte politische Thematik, die den Leser fesseln kann. Die Geschichte macht definitiv Lust auf mehr und ich bin schon gespannt, welche Abenteuer Dana in Avalon noch bestehen muss!

 
  

Liebe Grüße

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