[Rezension] Darkmere Summer von Helen Maslin

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Originaltitel: Darkmere
Titel: Darkmere Summer
Autorin: Helen Maslin
Verlag: Chicken House
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2016
ISBN-13: 978-3551520821
Preis: 19,99€ (Hardcover) und 13,99€ (eBook)
Seitenzahl: 400
Genre: Mystery
Leseprobe: hier




Kate geht seit einigen Wochen auf die  Denborough Park und hat nur noch Augen für Leo, den beliebten und überaus gut aussehenden Bad Boy der Schule. Als ausgerechnet er Kate in den Sommerferien auf sein Schloss nach Darkmere einlädt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Ein unbeschwerter Urlaub am Meer - Sonnenschein, Partys am Strand und Leo immer an ihrer Seite. 

Doch schon kurz nach der Ankunft schlägt den Jugendlichen die düstere Stimmung des Schlosses aufs Gemüt. Es gibt Gerüchte über einen schrecklichen Fluch. Seltsame Dinge geschehen und schon bald erinnert nichts mehr an einen unbeschwerten Sommerausflug an die Küste. Kate beginnt Nachforschungen anzustellen und stößt dabei scheon bald auf die Geschichte der jungen Elinor, die im Jahr 1825 gemeinsam mit ihrem Mann auf Darkmere gelebt hat. 


Kate:

Nur durch ihre guten Noten ist es Kate gelungen, eines der begehrten Stipendien für die Denborough Park Privatschule zu ergattern. Denn Kate ist ein absoluter Bücherwurm und sie liebt es, in alten Bibliotheken und Museen herumzustöbern. Und doch will sie an ihrer neuen Schule ebendiesen Teil ihrer Persönlichkeit unter Verschluss halten. Sie passt sich an und versucht zwischen den ganzen aufgehübschten Mädchen nicht allzu sehr aufzufallen. Kates Plan scheint aufzugehen, denn es dauert nicht lange, bis ihr Schwan Leo Interesse zeigt. 

Leo:

Im Gegensatz zu Kate gehört Leo zur absoluten Elite an der Denborough Park. Sein Vater ist der Vorstand des Schulgremiums und Inhaber einer Hotelkette. Er besitzt großes Ansehen und dank seines Vermögens mangelt es auch seinem Sohn an nichts. Da seine Mutter schon vor vielen Jahren an Krebs verstorben ist und sein Vater nur selten Zeit für ihn hat, fehlt Leo die Stimme der Vernunft. Er ist überheblich, ein Draufgänger und absoluter Bad Boy, der sich von niemandem Vorschriften machen lässt.

Obwohl ich wirklich gerne in die Welt von „Darkmere Summer“ abgetaucht bin, fällt mir die Bewertung des Buches doch nicht allzu leicht. Zuerst zu den offensichtlichen Dingen:  Die Gestaltung des Buches finde ich wirklich super! Der Einband ist hochwertig und das Cover passt ausgezeichnet zum Inhalt. Im Licht schimmert es so wunderschön und das Buch sieht auch im Regal ganz toll aus. Im Inneren zu Beginn jedes neuen Kapitels finden sich blumige Verzierungen, die verschieden ausfallen, je nachdem, ob gerade Kates oder Elinors Geschichte erzählt wird.

Helen Maslin baut ihre Geschichte auf zwei unterschiedlichen Zeitachsen auf. In der Gegenwart fungiert Kate als Ich-Erzählerin, wohingegen in der Vergangenheit Elinor Marchant, die ehemalige Frau des ersten Schlossbesitzers diesen Part übernimmt. Als Kate und ihre Freunde in der Gegenwart von dem Fluch erfahren, der auf dem Schloss liegt, beginnt die Autorin in Rückblenden darzustellen, wie es überhaupt zur Aussprache des Fluchs gekommen ist. 

Die Charaktere passen allesamt gut in die Geschichte. Leon und seine Freunde repräsentieren einen Querschnitt durch die heutige Jugend und erfüllen dabei allerhand Klischees. Denn auf dem Schloss feiern sie eine Party nach der anderen, sind den ganzen Tag zugekifft und schütten massenhaft Alkohol in sich hinein. Eine scheinbar ganz normale Clique von Jugendlichen, die das Leben sorglos genießt. Doch genau das hat mich letzten Endes etwas gestört, denn die Handlung in der Gegenwart ist leider nicht wirklich facettenreich gewesen und vor allem Leos Angeberei hat mich schnell gestört.

Mit Kate bin ich hingegen ziemlich schnell warm geworden. Sie ist eine Streberin und hebt sich deshalb deutlich vom Rest der Gruppe ab. Leo hingegen stiftet seine Freunde zu allerlei Dummheiten an und ist dabei sehr impulsiv und aufbrausend, weshalb es innerhalb der Clique auch immer wieder zu Spannungen kommt. Ein absoluter Unsympath dieser Typ. Da alle Protagonisten zwischen 16 und 17 Jahren alt sind, bemüht sich die Autorin um eine jugendliche Sprache, was an einigen Stellen aber etwas erzwungen wirkt. 

Mehr noch als die Ereignisse in der Gegenwart haben mir die Kapitel aus Elinors Sicht gefallen, die die Geschichte eines jungen Mädchens erzählen, dass aus Naivität und Gutglauben den falschen Mann geheiratet hat. Die Ereignisse erscheinen durchaus glaubwürdig, doch mir hat ein bisschen die Brücke zwischen beiden Seiten gefehlt. Das Setting und die düstere Kulisse des Schlosses haben mir aber wirklich gut gefallen. Helen Maslin versteht sich darauf, mit Worten eine unheimliche Umgebung heraufzubeschwören, die wunderbar zum Inhalt ihres Jugendbuchs passt. 

Insgesamt hat mich „Darkmere Summer“ gut unterhalten, wenngleich die Parts aus der Vergangenheit mir doch deutlich besser gefallen haben, als die eigentliche Geschichte in der Gegenwart ;)


Helen Maslin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Cheltenham. Sie hat Englisch, Geschichte und Kunstgeschichte studiert – was auch immer noch ihre größten Interessen sind. An der Grundschule ihrer Kinder leitet sie einen Kunstklub. Das macht zwar Spaß, ist aber immer sehr chaotisch. Am liebsten mag Helen knallbunt gefärbte Haare, Peter Lorres Stimme, den Duft eines neuen Buches, Roy Lichtensteins Kunst, Nettigkeit und Kuchen.


4 Kommentare:

  1. Hallöchen,
    mir ging es genauso wie dir. Die Parts aus der Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen, auch wenn ich sonst eigentlich gar keine historischen Geschichten mag, daher dachte ich auch nicht, dass mir diese Abschnitte so gut gefallen würden. Die Gegenwart hat mich irgenwie schlichtweg genervt. Leider hatte ich doch einige Kritikpunkte, daher hat das Buch von mir nur eine drei bekommen, aber die Idee fand ich trotzdem gut und falls es einen zweiten Teil geben sollte, wie die Autorin auf der Buchmesse angedeutet hat, werde ich ihn wohl auch lesen.
    Ich habe deine Rezension bei mir unter der Rezension verlinkt und hoffe, dass es okay für dich ist. :D

    Liebst, Lotta

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    1. Hallo Lotta :)

      Mir haben die Parts aus der Vergangenheit auch besser gefallen, als die Episoden in der Gegenwart. Irgendwie hat Elinors Geschichte einfach mehr angesprochen, als die dauernden Party-Eskapaden der Jugendlichen. Die Idee an und für sich hat mir auch gut gefallen, aber falls es einen zweiten Band geben sollte, würde ich wohl erst einmal die ersten Rezensionen abwarten, bevor ich entscheide, ob ich das Buch lesen möchte, oder nicht ;)

      Oh natürlich, das freut mich total! ♡

      Liebe Grüße

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  2. Hallo Lisa,

    das Buch ist mir immer wieder aufgefallen und ich bin mir nach wie vor unsicher. Schlecht klingt es ja nicht.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole!

      Ja es war eine zeitlang in aller Munde. Die Rezensionen fallen glaube ich auch ziemlich unterschiedlich aus. Wenn du dir unsicher bist, einfach noch auf anderen Blogs stöbern :)

      Liebe Grüße

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