[Rezension] Silfur - Die Nacht der silbernen Augen von Nina Blazon

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Titel: Silfur - Die Nacht der silbernen Augen
Autorin: Nina Blazon
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 21. März 2016 
ISBN-13: 978-3570163665
Preis: 16,99€ (Hardcover) und 13,99€ (eBook)
Seitenzahl: 480
Genre: Fantasy, Kinderbuch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Leseprobe: hier




Eine Auszeit auf Island. Drei Wochen will Familie Siebert ihr Leben in Deutschland hinter sich lassen, während Vater Jan die Installation einer neuen Software für die isländischen Stromwerke überwacht. Schon kurz nach der Ankunft freundet sich Tom mit Elín, der Tochter der Pensionsleiterin, bei der die Familie Quartier bezogen hat, an. Fabio kann bei dem sportlichen Elan, den die beiden an den Tag legen, schon bald nicht mehr mithalten. Er zieht sich mehr und mehr zurück, bis er nur kurze Zeit später den geheimnisvollen Hansen kennenlernt. Dieser erzählt ihm von den Elfen, die in der Stadt leben und einen bösen Fluch über ihn gelegt haben. Gemeinsam mit Fabio will er diesen nun brechen und es dauert nicht lange, bis die Elfen auf Fabios Recherchen reagieren und sich ihm erstmals zeigen. Und sie sind alles andere als erfreut über Fabios Spürnase, die er immer wieder in Dinge steckt, die ihn eigentlich nichts angehen. Wird es Fabio gelingen, Hansens Fluch zu brechen und das unterkühlte Verhältnis zu seinem Bruder wieder aufzutauen?


Familie Siebert:

Die vierköpfige Familie Siebert ist meist ein Herz und eine Seele. Vater Jan arbeitet als Informatiker und seine Frau Heike ist Lehrerin für Englisch und Kunst an derselben Schule, die auch ihr ältester Sohn Fabio besucht. Fabio ist mit seinen zwölf Jahren verhältnismäßig klein geraten und wird von seinen Mitschülern deshalb oft als Zwerg verspottet. Doch seine körperliche Unterlegenheit macht er mit Köpfchen und Scharfsinn wieder wett. Im Gegensatz zu seinem Bruder liebt Tom, das Nesthäkchen der Familie, sportliche Herausforderungen jeglicher Art. Er ist für jeden Unfug zu begeistern und ein richtiger Wirbelwind.

Elín:

Ihr ganzes Leben hat Elín schon auf Island verbracht und kann sich keinen besseren Ort auf der Welt vorstellen. Sie liebt die Natur und die Ausritte auf ihrem Pony, das auf dem Hof ihrer Tante untergebracht ist. Doch ohne ihr Pony fühlt sie sich oft einsam. Und obwohl Elín sich Mühe gibt, will es ihr einfach nicht gelingen, Freunde zu finden. Keiner will Zeit mit ihr verbringen und sie hat oft das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören - bis sie in Tom endlich einen richtigen Freund findet.

Das erste, was einem positiv auffällt, wenn man das Buch zum ersten Mal in der Hand hält ist natürlich das tollen Design. Ein wahrer Hingucker und ein absoluter Schatz im Bücherregal. Auch die liebevollen Illustrationen von Felicitas Horstschäfer im Inneren hauchen dem Buch Leben ein und untermalen die Geschichte äußerst passend. Ich bin also nach wie vor hin und weg! 

Neben dem tollen Äußeren konnte mich Nina Blazon auch wieder einmal inhaltlich mit ihrer kindgerechten Fantasygeschichte verzaubern. Als Leser begleitet man die deutsche Familie Siebert in ihrem Urlaub auf Island und lernt dabei die Schönheit der nordischen Insel kennen. Gemeinsam erkundet man mit dem zehnjährigen Tom und seinem zwei Jahre älteren Bruder Fabio geheime Verstecke und spannende Orte inmitten der pulsierenden Stadt Reykjavík. Dabei ergänzen sich die beiden Geschwister passend. Tom ist ein aufgeweckter Junge, ihm fällt alles leicht und auch sportlich gesehen ist er ein absolutes Ass, sodass sein Bruder Fabio oft nicht mit ihm mithalten kann. Fabio versucht zwar immer wieder, seinen jüngeren Bruder zu übertrumpfen, doch es gelingt ihm nur, wenn Tom sich zurücknimmt. Dennoch halten die beiden, von brüderlichen Zankereien einmal abgesehen, stets zusammen. 

Auf Island kommt Familie Siebert bei Björg und deren Tochter Elín unter, die ungefähr im gleichen Alter wie Tom ist. Anfangs sind sich die beiden noch ziemlich feindlich gesonnen, doch Elín fordert Tom immer wieder zu neuen Mutproben heraus. Sie ist genauso ein Energiebündel wie er und sorgt dafür, dass sich die Geschwister in ihrem Urlaub immer weiter voneinander entfernen. Fabio kann den sportlichen Herausforderungen seines Bruders nichts abgewinnen und beschäftigt sich stattdessen mit alten isländischen Sagen. Dabei stößt er auf ein gefährliches Geheimnis und findet sich schon bald in einer magischen Welt voller Elfen und anderer fantastischer Wesen wieder. 

Nina Blazon hat mit „Silfur“ eine Geschichte abgeliefert, die mitten ins Herz geht. Eine fesselnde Erzählung rund um Freundschaft und Magie, die einem nahelegt, die eigenen Fehler zu akzeptieren und sich auf Neues im Leben einzulassen. Packend erzählt und mit gewohnt leichtgängiger Sprache entführt die Autorin ihre Leser nach Island, wo sie gemeinsam mit Tom und Fabio ein spannendes Abenteuer erleben. Wieder kann Nina Blazon mit außergewöhnlichen Ideen und einer märchenhaften Kulisse überzeugen. Humorvoll und kindgerecht nimmt sie ihre Leser auf eine magische Reise mit und trifft dabei bei Jung und Alt einen Nerv. Auch mir hat dieser Ausflug wirklich gut gefallen. Die Charaktere sind passend konzipiert und die geheimnisvolle Atmosphäre Islands regt die Phantasie an. „Silfur“  bekommt von mir die volle Sternenanzahl und eine Leseempfehlung für kleine und große Entdecker, die bereit dazu sind, sich mit Fabio und Tom in ein magisches Abenteuer zu stürzen! 


http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/totenbraut-9783548610528.htmlhttp://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/totenbraut-9783548610528.html

Totenbraut (2009) 
Schattenauge (2010)
Zweilicht (2011)
Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe (2014) 


Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.


4 Kommentare:

  1. Eine schöne Rezension. Das Buch habe ich noch nicht gelesen, aber "Lillesang" besitze ich bereits und nach deiner Rezi habe ich jetzt Lust auf beide Bücher. :)

    Beste Grüße

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    1. Hallo Riri :)

      Dankeschön ❥ Bei mir stehen jetzt tatsächlich beide Bücher im Regal. "Lillesang" hat mich in der letzten Woche erreicht und ich bin schon ganz gespannt auf die Geschichte!

      Liebe Grüße

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  2. Hallo :)
    eine tolle Rezi! Das Buch klingt spannend und wandert auf meiner Wunschliste ein Stück nach oben!

    Liebe Grüße

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    1. Huhu Nenatie!

      Danke dir :) Das freut mich und ich wünsche dir viel Spaß mit dem Buch, falls es bald den Weg in dein Bücherregal findet!

      Liebe Grüße

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