[Rezension] Goddess of Poison - Tödliche Berührung (Bd.1) von Melinda Salisbury

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Originaltitel: The Sin Eater's Daughter
Titel: Goddess of Poison - Tödliche Berührung
Autorin: Melinda Salisbury
Verlag: bloomoon
Erscheinungsdatum: 19. September 2016
ISBN-13: 978-3845815138
Preis: 17,99€ (Hardcover) und 3,99€ (eBook)
Seitenzahl: 352
Genre: Fantasy
Leseprobe: hier




Seit einigen Jahren lebt Twylla nun schon am königlichen Hof, wo sie vom gesamten Land als wiedergeborene Tochter des Gottes Daeg und der Göttin Naeht verehrt wird. Obwohl es ihr an nichts mangelt, bringt ihre Stellung auch eine fürchterliche Bürde mit sich: jeden Monat muss Twylla ein Gift trinken, gegen das nur sie und die königliche Familie immun ist. Für jeden anderen Menschen ist die bloße Berührung ihrer Haut auf der Stelle tödlich. Twylla fungiert auf diese Weise als grausame Henkerin für die sündhaftesten Verbrecher des Landes Lormere. 

Ihre Taten verurteilen Twylla zu einem Leben in Einsamkeit, denn selbst ihr Verlobter, der Kronprinz Merek, meidet ihre Nähe. Nur ihr neuer Wächter Lief scheint keine Angst vor Twylla zu haben. Immer wieder kommt er ihr gefährlich nahe. Nicht nur körperlich, sondern auch mit seinen Worten führt er Twylla in Versuchung, sodass sie schon bald beginnt an der Geschichte der göttlichen Inkarnation und somit an ihrer eigenen Bestimmung zu zweifeln.


Twylla:

Twylla ist die Tochter der Sorgenfresserin von Lormere, deren Platz sie nach dem Tod ihrer Mutter einnehmen sollte. Doch Twyllas Schicksal wollte es anders. Als gottgleiche Daunen lebt sie nun im königlichen Schloss. Sie wird niemals den Platz ihrer Mutter einnehmen und die Sünden der Toten vor deren Eintritt ins Totenreich verspeisen. Vielmehr muss Twylla nun jeden Wunsch der Königin erfüllen, die sie als Werkzeug benutzt.

Merek:

Kurz vor seinem 20. Geburtstag ist der Erbe des königlichen Throns nach Lormere zurückgekehrt. Zwei Jahre ist er umhergereist, um seine höfische Erziehung zu vollenden und die Nachbarländer von Lormere kennenzulernen. Doch nun muss er seine königlichen Pflichten erfüllen. Prinz Merek ist Twylla als Gemahl versprochen und die beiden sollen als nächstes Königspaar von Lormere regieren.

Lief: 

Lief ist ein einfacher Bauernsohn aus den Nachbarlanden von Lormere. Um für seine Schwester und seine Mutter zu sorgen, ist er nach Lormere ausgezogen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Durch eine glückliche Fügung erreicht er den Palast genau zur richtigen Zeit und wird als neuer Leibwächter der göttlichen Daunen angestellt.


Mit einem einzigen Blick auf das wunderschöne Cover ist mir klar gewesen, dass ich die Geschichte, die sich hinter dem schönen Äußeren verbirgt unbedingt kennenlernen muss. Auch das Thema hat mich sofort angesprochen, sodass „Goddess Of Poison“ im vergangenen Monat nun tatsächlich auf meinem Reader gelandet ist. Mit „The Sleeping Prince“ ist dieses Jahr im Februar bereits der zweite Teil der Trilogie im Bloomoon Verlag erschienen. Mittlerweile ist auch der abschließende Band auf Englisch erhältlich. 
 
In Twyllas Situation habe ich mich dank ihrer Position als Ich-Erzählerin von Anfang an gut hineinversetzen können. Sie ist am königlichen Hof vollkommen isoliert und hat niemanden, dem sie sich anvertrauen kann. Zum Selbstschutz hat sie gelernt, ihre Emotionen gut zu verstecken. Sobald sie ihre Gemächer verlässt, schlüpft sie in die Rolle der göttlichen Daunen, die sich nach außen hin emotionslos und kalt zeigt. Nur ihr Wächter Lief, gibt Twylla manchmal das Gefühl, doch ein ganz normales Mädchen zu sein. Denn er begegnet ihr nicht mit Angst, sondern mit Neugier. Er lacht mit ihr und erinnert Twylla daran, dass sie nicht vollkommen allein auf der Welt ist. Auch Prinz Merek zeigt sich mehr und mehr an seiner Verlobten interessiert, die er so viele Jahre vollkommen ignoriert hat. Dennoch ist das Verhältnis der beiden doch recht reserviert und kein Vergleich zu dem lockeren Umgang, den Twylla und Lief miteinander haben. Dennoch wird das Motiv des allseits (un)beliebten Liebesdreiecks natürlich auch in „Godess of Poison“ bedient. 

Sprachlich gesehen sind einige Formulierungen im Deutschen für mich eine kleine Herausforderung gewesen. Besonders über den Begriff göttliche Daunen bin ich beim Lesen doch ein ums andere Mal gestolpert. Davon abgesehen ist der Erzählstil der Autorin flüssig, auch wenn mir an einigen Stellen doch etwas detailliertere Beschreibungen der Umgebung gefehlt haben. Mein Kopfkino hat sich nicht so recht einschalten wollen, sodass besonders das Land Lormere als Hintergrund und Stützpfeiler der Geschichte doch recht farblos geblieben ist.

Die eigentliche Handlung des Romans ist erfrischend neu und hat mich wirklich gut unterhalten, auch wenn sie zu Beginn doch für meinen Geschmack etwas zu langsam voranschreitet. Es passiert nicht sonderlich viel, da die Erläuterung des Weltentwurfs und des Götterglaubens der Bewohner von Lormere doch einige Zeit bzw. Seiten in Anspruch nimmt. Auch die fantastischen Elemente lassen doch verhältnismäßig lange auf sich warten. Zum Ende hin ist es Melinda Salisbury jedoch gelungen, einige unerwartete Twists einzubauen, die mich letztendlich doch noch überrascht haben. Die Ereignisse überschlagen sich und wie soll es auch anders sein – die Geschichte endet natürlich mit einem Cliffhanger, der direkt nach einer Fortsetzung schreit.

Mit „Godess Of Poison“ hat Melinda Salisbury einen fantastischen Debutroman und Auftakt ihrer Trilogie abgeliefert. Auch wenn die Handlung einige Zeit braucht, um wirklich voranzukommen, ist sie schlussendlich doch fesselnd, sodass ich nun auf den zweiten Band gespannt bin, der bereits lesebereit auf meinem SuB liegt!



Band 1: Goddess of Poison - Tödliche Berührung
Band 2: The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch
Band 3: The Scarecrow Queen (engl.)


Melinda Salisbury lebt im Süden Englands am Meer. Als Kind war sie davon überzeugt, dass das Buch Matilda von Roald Dahl ihre Biografie war. Zu diesem Irrtum maßgeblich beigetragen hat ihr Großvater, der Melinda in seiner Zerstreutheit oft „Matilda“ nannte. Zu ihrem Bedauern hat sie selbst nie telekinetische Fähigkeiten entwickelt. Melinda liebt es zu reisen und Abenteuer zu erleben. Außerdem mag sie mittelalterliche Burgen, nicht-mittelalterliche Aquarien, Richard III. und alles, was aus Skandinavien kommt. The Sin Eater’s Daughter ist ihr erster Roman.



Vielen Dank an Bloomoon  für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplars!

6 Kommentare:

  1. Huhu :)

    eine wirklich tolle Rezension, von diesem Buch habe ich bis jetzt nur positives gehört und muss es mir nun auch unbedingt anschaffen.

    Wünsche dir einen schöne Woche
    Liebe Grüße
    Teresa

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    1. Huhu Teresa :)

      Danke dir <3 Ich bin jetzt auch schon richtig gespannt auf den zweiten Band! Ich drücke dir die Daumen, dass das Buch auch ganz bald noch in deinem Regal landet ;)

      Ich wünsche dir ebenfalls noch eine schöne Woche!

      Liebe Grüße

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  2. Hallöchen,

    ich kann dir bei allem nur zustimmen was du gesagt hast. Ich bin gerade am zweiten Teil dran und bis jetzt ist es echt spannend.
    Am Ende vom ersten Band habe ich erst gedacht, dass die Autorin das nicht machen kann, aber sie hat es doch getan, was mich echt schockiert hat.

    Übrigens: ich finde deinen Blog echt schön <3 Daher kann ich nicht anders und muss einfach als Leserin bleiben.

    Liebe Grüße
    Navika

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    1. Huhu Navika :)

      Ich werde mir den zweiten Teil auch ganz bald vornehmen und bin schon sooooo unglaublich gespannt, wie es weiter geht! Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass die Fortsetzung genauso spannend ist, wie das erste Buch! Na dann mal 💛 - lich Willkommen ;)

      Liebe Grüße

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  3. Hi Lisa,

    ich war damals auch sehr begeistert von Band 1 und habe jetzt Band 2 gelesen, was ich auch super fand. Das Ende ist allerdings sehr gemein und ich hoffe, dass der Verlag Band 3 schnell rausbringt! In Band 2 kommt übrigens Twylla auch nochmal vor!

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Huhu Desiree :)

      Ich bin mit Band 2 mittlerweile auch durch und ich fand ihn fast noch einen Tick besser als den ersten Band. Sehr spannend und vor allem das Ende hatte es tatsächlich richtig in sich! Ich drücke auch ganz fest die Daumen, dass wir auf den dritten Band nicht mehr allzu lange warten müssen.

      Liebe Grüße

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