[Rezension] Skylark - Der eiserne Wald (Bd.1) von Meagan Spooner

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Originaltitel: Skylark
Titel: Skylark - Der eiserne Wald
Autorin: Meagan Spooner
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 23. Juni 2014
ISBN-13: 978-3453268227
Preis: 13,99(TB) und 10,99€ (eBook)
Seitenzahl: 448
Genre: Fantasy, Dystopie
Leseprobe: hier

Ihr sechzehnter Geburtstag soll für Lark Ainsley ein ganz besonderer Tag werden. Denn es ist der Tag ihrer Ernte, an dem sie das erste Mal das Institut betreten darf. Bei der Ernte gibt jeder Mensch seine magischen Ressourcen an das Institut ab, mit deren Hilfe die schützende Mauer um die Stadt aufrechterhalten wird. Jeder Mensch trägt gerne seinen Teil zur Sicherheit der Stadt bei, denn ohne den schützenden Wall, würde die Siedlung von den „Dunklen“, jenen kannibalischen Kreaturen, die nur noch entfernt an menschliche Wesen erinnern, überrannt werden. Das Institut verwaltet die magischen Ressourcen und gibt darauf Acht, dass niemand diese für den privaten Gebrauch verschwendet.

Doch an diesem ganz speziellen Tag, in den weitläufigen Hallen des Instituts, bemerkt Lark, dass nicht alles an der Geschichte mit der schützenden Mauer wahr ist. Zutiefst erschüttert flieht sie aus der Stadt und begiebt sich auf ungewohntes, gefährliches Terrain: Lark verlässt die Stadt. Zum ersten Mal in ihrem Leben scheint sie vollkommen allein. Noch ahnt sie nicht, dass auch andere vor ihr, den Schritt ins Niemandsland gewagt haben...
 

Lark Ainsley:

Seit ihr Bruder Basil vor mehreren Jahren zu einer vom Institut in Auftrag gegebenen Erkundungstour jenseits der Mauer nicht zurückgekehrt ist, sind in Larks Leben Schwermut und Trauer eingezogen. Um eine neue Energiequelle für die Stadt zu finden, ist Basil ums Leben gekommen. Auch Caesar, Larks zweiter Bruder arbeitet als Regulator für das Institut. Er gehört zu einer Art Ressourcen-Polizei und meldet Gesetzesverstöße an das Institut. Auch Lark erhofft sich nach ihrer Ernte einen guten Job, denn sie möchte ihren Brüdern in nichts nachstehen. Umso mehr sehnt sie den Tag ihrer ersten Ernte und somit ihren Eintritt ins Erwachsenenleben herbei.

Das Cover des Buches hat mich von Anfang an fasziniert, denn ich liebe schön gestaltete Einbände. Die Lichtverhältnisse, die den „eisernen Wald“ zum Leuchten bringen, lassen sogleich eine magische Geschichte erahnen. Auch die englischen Cover finde ich einfach wunderschön

Doch zunächst muss ich gestehen, dass mich Larks Geschichte leider nicht von Anfang an in ihren Bann ziehen konnte. Das gesamte Konstrukt der magischen Ressourcen, mit deren Hilfe die Menschen elektrische Geräte und Maschinen antreiben ist zu Beginn sehr verwirrend gewesen. Zudem erschließen sich viele für das Verständnis wichtige Begriffe nur teilweise oder gar erst im weiteren Handlungsverlauf, sodass mir auf den ersten 100 Seiten stets ein kleines Fragezeichen über dem Kopf schwebte. Der Leser wird ohne vorherige Erklärungen direkt ins Geschehen hineinkatapultiert, ohne dass im Vorfeld einige wichtige Hintergrundinformationen gegeben worden wären. Dieser Umstand hat dazu beigetragen, dass sich der erste Teil des Buches, in dem sich Lark noch in der Stadt befindet, sehr zäh hat lesen lassen. Erst im zweiten Abschnitt kommt die erhoffte Spannung langsam auf, als Lark sich außerhalb der Mauer durchschlägt und nach schier endloser Zeit allein endlich wieder auf andere Menschen trifft.

Lark selbst hat mir als Hauptprotagonistin wirklich gut gefallen. Noch zu Beginn ist sie ein leichtgläubiges Mädchen, das ihren Teil zum Schutz der Gemeinschaft beitragen will. Sie will bereitwillig ihre magischen Ressourcen an das Institut abgeben, doch nach und nach beginnt Lark zu reifen. Sie erkennt, dass das Institut nicht nur das Beste für alle Menschen will und findet ihren eigenen Weg außerhalb der Mauer, wo sie erstmals in ihrem Leben mit abscheulichen Grausamkeiten konfrontiert wird. Etwas gefehlt hat jedoch Larks familiärer Hintergrund. Der Leser erfährt fast nichts über das Verhältnis zu ihren Eltern und auch ihre Brüder, die Lark sehr nahe stehen, bleiben im gesamten Verlauf sehr blass und ohne besondere Tiefe. Auch Larks gesamte Vergangenheit bleibt unerwähnt, da die Autorin sich sehr auf die gegenwärtigen Geschehnisse konzentriert, die sie wortgewaltig und detailliert beschreibt. Sprachlich gesehen, hat mich „Skylark: Der eiserne Wald“ überzeugt. Die Erzählung lässt sich flüssig lesen und obwohl Meagan Spooner die Landschaften und Menschen sehr präzise beschreibt, bleibt dennoch ausreichend Spielraum, um die eigene Fantasie noch einzubringen.

Das dystopische Konzept von einer Zivilisation, die durch eine Mauer von der Außenwelt abgetrennt ist, ist schon aus anderen Romanen bekannt. Doch hier gelingt es Meagan Spooner, ihre Leser mit neuen kreativen Ansätzen, zu überraschen und ihre Geschichte zu etwas Besonderem zu machen. Die futuristische Kombination aus Magie und Technik hat mich überzeugt und ich bin schon gespannt, welche neuen Kniffe die Autorin sich für ihren zweiten Band hat einfallen lassen!
 

Band 1: Skylark - Der eiserne Wald
Band 2: Shadowlark (engl.)
Band 3: Lark Ascending (engl.)

Meagan Spooner wollte eigentlich immer Archäologin, Meeresbiologin oder Astronautin werden. Nach ihrem Studium ist sie dann doch beim Schreiben gelandet. Meagan Spooner lebt in Northern Virginia, wenn sie gerade nicht irgendwo in der Welt unterwegs ist. Denn Reisen ist ihre große Leidenschaft.



4 Kommentare:

  1. Eine tolle Rezi :=) Das Buch subbt bei mir schon eine ganze Weile vor sich hin^^

    LG

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    1. Huhu :)

      Dankeschön, freut mich, wenn dir meine Rezension gefällt! Na dann wünsche ich dir auch ganz viel Spaß beim Lesen, wenn es das Buch mal von deinem SuB herunterschafft ;)

      Liebe Grüße

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  2. Hallo :)
    eine tolle Rezi. Ich war mir bis jetzt nicht sicher ob das Buch was für mich ist, klingt aber so! Leider wird Band 2 erstmal gar nicht übersetzt :( Aber vielleicht ändert Heyne die Meinung ja noch.

    Liebe Grüße

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    1. Hallöchen :)

      Ja ich finde es auch sehr schade, dass es so oft Buchreihen gibt, die mittendrin abgebrochen werden. Ich habe zwar kein Problem damit, die Bücher auch auf Englisch zu lesen, aber dann steht das deutsche Exemplar immer so verloren im Regal rum :/

      Liebe Grüße

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