[Rezension] Die Vertriebenen - Die Prophezeiung von Desenna (Bd.2) von Kevin Emerson

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Achtung, diese Rezension kann Spoiler enthalten, da das Buch Teil einer Reihe ist!





Originaltitel: The Dark Shore - The Atlanteans Book 2
Titel: Die Vertriebenen - Die Prophezeiung von Desenna
Autor: Kevin Emerson
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2016 
ISBN-13: 978-3453267862
Preis: 8,99€ (TB) und 7,99€ (eBook)
Seitenzahl: 480
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Leseprobe: hier




Es scheint erst wenige Tage her zu sein, seit Owen Parker, der Junge aus den Hub, in Ferienlager in Eden West angekommen ist. Und doch ist seitdem viel passiert. Gemeinsam mit Tauchlehrerin Lily und dem undurchschaubaren Leech ist Owen auf der Flucht vor Campleiter Paul, der an den Jugendlichen grausame Experimente durchgeführt hat. Denn Owen trägt  atlantische DNA in sich. Sie ist der Schlüssel zur verlorenen Stadt Atlantis und zu dem Wissen, das die gesamte Menschheit vor ihrer Auslöschung bewahren könnte. Gemeinsam begeben sich Owen und seine Begleiter auf die Suche nach Antworten. Den Todfeind und die Gefahr stets im Nacken, fliegen sie über die Vereinigten Staaten von Amerika, die sich nunmehr als Ödland unter ihnen erstrecken. Ihr Ziel ist die Wüstenstadt Desenna. Doch auch dort sind die drei nicht sicher. Wem können sie noch vertrauen?


Owen Parker:

Bis zu seinem siebten Lebensjahr war Owens Leben den Umständen entsprechend gut. Gemeinsam mit seinen Eltern lebte er im Yellowstone Hub, einer Gemeinschaft die sich aus Schutz vor den todbringenden Sonnenstrahlen unter die Erde zurückgezogen hat. Doch seine Mutter verließ die Familie, um sich selbst zu finden und an einem anderen Ort ein besseres Leben zu führen. Seitdem ist nichts mehr so, wie vorher. Owens Dad ist schwer lungenkrank und an seine Maschinen gefesselt. Vom Ferienlager erhoffte er sich für Owen eine unbeschwerte Zeit. Doch er konnte nichts von Pauls grausamen Machenschaften ahnen, der Owen nur für seine Forschungszwecke missbrauchen wollte. Als einer der drei Atlanter trägt Owen eine besondere DNA in sich und ist als Aeronaut in der Lage, atlantische Flugmaschinen zu steuern.


Lily und Leech: 

Beide sind sogenannte Kryos. Dabei handelt es sich um Menschen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Zukunft kryogenisch eingefroren wurden. In Eden West wurden beide wieder ins Leben zurückgeholt, nur um zu erkennen, dass alles, was sie bisher kannten nun der Vergangenheit angehört. Leech ist genau wie Owen einer der drei ursprünglichen Atlanter. Er ist der Navigator, der die Karten auf der beschwerlichen Reise nach Atlantis entschlüsseln kann. Auch Lily trägt die atlantische DNA in sich, doch zu einem geringeren Teil als Owen und Leech. Der dritte Atlanter, das Medium, muss noch gefunden werden, damit sich der Weg nach Atlantis offenbart.

Obwohl zwischen der Lektüre des ersten und zweiten Bandes bei mir einige Jahre liegen, ist es mir dennoch nicht allzu schwer gefallen, mich wieder in der Geschichte zurechtzufinden. Es werden zu Beginn viele Informationen über die vergangenen Ereignisse gegeben, sodass man den roten Faden schnell wiederfindet. Die Geschehnisse grenzen nahtlos an das Ende des ersten Bandes an, als Owen und seinen beiden Begleiter die Flucht aus Eden West gelungen ist. Man wird als Leser direkt wieder mit den Ereignissen konfrontiert und fühlt sich von der ersten Seite an, als wäre man an der Seite der drei Jugendlichen ebenfalls auf dem Luftschiff.  Ich bin an jeder Stelle gespannt darauf gewesen, wie die Geschichte weitergeht und habe mit Owen und seinen Freunden mitgefiebert. Und so viel kann ich schon mal verraten: es geht sehr actiongeladen und spannend weiter. 

Kevin Emerson hat sich ein paar unvorhersehbare Wendungen einfallen lassen, die die Dramatik des Buchs noch enorm steigern.  Eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Auch Owen, Lily und Leech müssen als Team zusammenarbeiten, um ihr Ziel zu erreichen, weswegen vor allem Owen und Leech ihre Differenzen aus dem Ferienlager beseitigen müssen. Die Zeit rennt und über allem ragt Pauls drohender Schatten, der die Abenteurer zur Eile drängt. Die Bedrohung ist stets zu spüren, die Gefahr stets im Nacken. Dabei schreitet die Handlung sehr schnell voran und dank der eindringlichen und bildhaften Sprache des Autors fühlt man sich dabei stets an den Ort des Geschehens versetzt.  

Das Buch liest sich insgesamt sehr flüssig und es macht Spaß, gemeinsam mit Owen und seinen Begleitern ein weiteres spannendes Abenteuer zu erleben. Witzige, aber auch dramatische, erschütternde Szenarien gehen dabei Hand in Hand. An einigen Stellen werden die Beschreibungen für einen Jugendroman recht grausam, deshalb würde ich das Buch definitiv erst für etwas ältere Leser empfehlen. Der Ansatz mit den atlantischen Gene hat mir schon im ersten Band sehr gut gefallen und wird nun auch in der Fortsetzung konsequent weiterverfolgt. Für mich hat sich das Buch besonders am Ende zu einem absoluten Pageturner entwickelt, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Umso mehr freut es mich natürlich, dass der dritte und somit abschließende Band der Trilogie bereits im Mai dieses Jahres erscheint. Ich muss mich also nicht mehr allzu lange gedulden, bis die Geschichte von Owen und den Atlantern ihren Höhepunkt findet. Von meiner Seite aus gibt es am Buch und Kevin Emersons Geschichte absolut nichts auszusetzen, sodass ich insgesamt fünf Sterne für dieses facettenreiche Jugendbuch vergebe.

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Vertriebenen:-Flucht-aus-Camp-Eden/Kevin-Emerson/Heyne-fliegt/e488780.rhdhttp://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Vertriebenen:-Die-Prophezeiung-von-Desenna/Kevin-Emerson/Heyne-fliegt/e396562.rhdhttp://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Vertriebenen:-Heimkehr-in-die-verlorene-Stadt/Kevin-Emerson/Heyne-fliegt/e396563.rhd

Band 1: Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden
Band 2: Die Vertriebenen: Die Prophezeiung von Desenna 
Band 3: Die Vertriebenen: Heimkehr in die verlorene Stadt


Kevin Emerson war Lehrer, bevor er mit dem Schreiben begann. Durch seine Schüler kam er auf die Idee, sich Bücher für Jugendliche auszudenken. Heute ist er professioneller Autor. In seiner Freizeit spielt er in einer Band - und unterrichtet, was ihm noch immer sehr viel Spaß macht. Kevin Emerson lebt in Seattle.


Vielen Dank an Heyne fliegt  für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplars!

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