[Rezension] Ein Kuss aus Sternenstaub von Jessica Khoury

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Originaltitel: The Forbidden Wish
Titel: Ein Kuss aus Sternenstaub
Autorin: Jessica Khoury
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
ISBN-13: 978-3570403532
Preis: 9,99€ (TB) und 8,99€ (eBook)
Seitenzahl: 448
Genre: Fantasy
Leseprobe: hier




500 Jahre ist es her, seit Zahra, die mächtige Dschinny ihrem letzten Gebieter zu Diensten war. 5 Jahrhunderte in der Dunkelheit ihrer Lampe. Einsam und ohne Hoffnung, das funkelnde Licht der Sterne am Himmel noch einmal zu erblicken. Doch von einem magischen Ring geleitet, ist es der Jüngling Aladdin, der Zahra schließlich aus ihrem Gefängnis befreit und ihre Schicksale miteinander verbindet. Mit drei Wünschen muss die Dschinny ihm zu Diensten sein, bevor das Band zwischen ihnen wieder zerbricht. Doch Aladdin ist anders. Er strebt nicht nach Macht oder Reichtum und versetzt Zahra immer wieder in Staunen.

Doch Menschen und Dschinn ist es strengstens verboten, einander zu lieben und so muss Zahra das Prickeln mit aller Macht unterdrücken, dass Aladdins Berührung auf ihrer Haut auslöst. Denn schon einmal hat sie den Fehler gemacht, einen Mensch in ihr Herz zu lassen. Damals wurde sie auf grausame Art und Weise in ihre Schranken verwiesen und Zahra hat nicht vor, denselben Fehler ein zweites Mal zu begehen. Niemals wieder wird sie einen Menschen lieben. Ohne Ausnahme...


Zahra:

4000 Jahre sind vergangen, seit die junge Zahra mit 16 Jahren zu einer Sklavin der Lampe wurde. Seitdem hat sie vielen Herren gedient, Kriege miterlebt sowie Städte entstehen und wieder untergehen sehen. Als Scheitan gehört sie zur mächtigsten Klasse der Dschinn und kann ihre Kraft aus allen Elementen schöpfen. Zahra ist zudem in der Lage, jede beliebige Form und Gestalt anzunehmen, die sie möchte. 
 
Aladdin:

Aladdin ist ein charmanter Dieb aus Parthenien, der die Herzen der Damenwelt höherschlagen lässt. Mit seiner einnehmenden Art wickelt er sie alle um den Finger, nur um sie kurz darauf allesamt wieder fallenzulassen. Im Gegensatz zu seinen Eltern, die gegen die Unterdrückung des Volkes durch den Wesir rebellierten, schert sich Aladdin kein bisschen um die Politik seiner Heimatstadt. Er frönt lieber nach Lust und Laune seinen diebischen Beutezügen.


Auf den neuen Roman von Jessica Khoury bin ich durch das tolle Coverdesign aufmerksam geworden. Ein tiefblauer Himmel und die Silhouette einer jungen Frau inmitten der funkelnden Sterne. Auch im Inneren setzt sich das Thema in kleinen Sternchen am Kapitelanfang, aber auch als Umrahmung der Seitenzahlen fort. Die Geschichte an sich beginnt in den Juwelengärten der Stadt Neruby, in denen Zahras Lampe die letzten 500 Jahre unentdeckt geblieben ist. Schon auf den ersten Seiten ist der bildhafte Erzählstil der Autorin deutlich zu spüren. Die ganze Umgebung wird detailliert und mit vielen Adjektiven umschrieben. Einige Sätze lesen sich deshalb sehr blumig und es gibt viele Vergleiche, die die Szenerie vor den Augen des Lesers lebendig werden lassen. An einigen Stellen ist es mir dann allerdings ein wenig zu viel geworden, aber alles in allem liest sich Jessica Khourys Geschichte wirklich super. Dennoch bleibt zwischen den ausufernden Beschreibungen immer noch ein kleines bisschen Platz für die eigene Fantasie, die das Märchen aus tausendundeiner Nacht dann weiterleben lässt.

Die Dschinny Zahra übernimmt die Rolle der Erzählerin, als Aladdin die verborgene Höhle und somit ihr langjähriges Gefängnis entdeckt. Dabei ist der gesamte Roman geschrieben, als würde Zahra einer lieben Freundin, ihrer Habiba, von ihren Erlebnissen berichten. Dieser Stil lässt die Erzählung besonders magisch wirken. Märchenhaft - eine Geschichte aus tausendundeiner Nacht, die genauso an einem Lagerfeuer in der Wüste erzählt werden könnte.

Aladdin und Zahra sind wirklich zauberhafte Hauptcharaktere. Aladdin ist charmant und übt von Anfang an eine besondere Anziehungskraft auf die Dschinny aus, die sie sich selbst nicht so recht erklären kann. Er hat nicht nur sein eigenes Wohl im Kopf, sondern denkt auch immer wieder an Zahra und erschleicht sich auf diese Weise recht schnell einen Platz in ihrem Herzen. Doch Dschinn ist es unter Strafe verboten, einen Menschen zu lieben. Zahra hat diesen Fehler einmal begangen und versperrt nun ihr Herz. Sie möchte keinen Menschen näher an sich heranlassen und verbietet sich alle Gedanken und Gefühle in diese Richtung. Doch ihre Abwehr beginnt nach und nach zu bröckeln, je länger sie durch die Magie ihrer Lampe mit dem jungen Dieb verbunden ist. Auch Aladdin traut seinen Gefühlen nicht und es dauert lange, bis er sich eingesteht, dass die Dschinny ihn vollkommen verzaubert hat. Immer wieder gibt es schöne Szenen zwischen den beiden, die ihre Gefühle deutlich machen, auch wenn sie sich diese selbst noch nicht eingestehen wollen und können.

Beim Namen Aladdin haben bei mir allerdings zu Beginn sämtliche Alarmglocken geschrillt und ich habe mich direkt an die Originalgeschichte aus tausendundeiner Nacht erinnert. Doch mehr als ein paar Parallelen gibt es nicht, da die Autorin immer wieder mit neuen Ideen überzeugt. Die ein oder andere Gedanke ist sicherlich entliehen, was aber dem Lesespaß letztendlich keinen Abbruch tut. Jessica Khourys Geschichte steckt zudem randvoll mit Überraschungen. Jedes Kapitel ist für sich packend. Vor allem mit dem Ende zieht die Autorin noch einmal sämtliche Register und bringt ihren Roman zu einem fulminanten Abschluss. Ich habe mich lange auf diese Neuerscheinung gefreut und bin nicht enttäuscht worden! Das sehnsüchtige Warten hat sich definitiv gelohnt. „Ein Kuss aus Sternenstaub“ ist eine wirklich gelungene Adaption an die bekannte Geschichte des Diebs Aladdin und auf jeden Fall lesenswert. Ein magisches Abenteuer aus tausendundeiner Nacht!



Jessica Khoury ist syrisch-schottischer Abstammung und wollte schon als kleines Mädchen nichts lieber, als mal Autorin zu werden. Inzwischen hat sie ihr Ziel erreicht und widmet sich ausschließlich dem Schreiben. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Hunden umgeben von massenhaft Büchern und schönen Schuhen in South Carolina.



Vielen Dank an cbj  für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplars!

2 Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe!

    Ich lese es auch gerade und bin wirklich begeistert. Ein paar Seiten habe ich noch vor mir, aber das finde ich gar nicht übel, denn so habe ich länger was von der Geschichte. ;) Als ich das erste Mal Aladdin las, war ich auch überrascht und dachte so: "Oh nein, hoffentlich endet es nicht in einem Abklatsch". Aber bisher ist "Ein Kuss aus Sternenstaub" weit davon entfernt. Ich bin gespannt wie's ausgehen wird und hoffe auf ein Lesehighlight! :D

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

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    1. Huhu Nina,

      das freut mich, dass dir das Buch bisher auch so gut gefällt. Beim Namen Aladdin habe ich auch wirklich kurzzeitig Panik bekommen und es gibt ja auch die ein oder andere Parallele. Aber gut verpackt und wirklich spannend. Ich drücke dir die Daumen, dass „Ein Kuss aus Sternenstaub“ auch für dich ein Highlight wird!

      Liebe Grüße

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