[Rezension] Fanatic (Bd.1) von Anna Day

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Originaltitel: The Fandom
Titel: Fanatic
Autorin: Anna Day
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 02. November 017
ISBN-13: 978-3551521002
Preis: 19,99€ (Hardcover) und 4,99€ (eBook)
Seitenzahl: 496
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Leseprobe: hier




"Der Galgentanz" von Sally King beschreibt eine dystopische Zukunft, in der die Menschheit in Imps mit Makeln und Gems mit perfekten, genetisch manipulierten Körpern gespalten ist. Die Imps werden von den Gems unterdrückt, als Sklaven gehalten und sind weniger wert als Ungeziefer. Doch die tragische Liebesgeschichte von Rose und Willow, einer Imp und einem Gem, vereint im Finale die Gesellschaft und bringt den langersehnten Frieden. 

Violet ist ein absoluter Fan der Geschichte. Sie liebt das Buch, den Film und kennt sämtliche Fanfiction, die jemals über Willow geschrieben wurde. In ihren Träumen malt sie sich aus, selbst ein Teil dieser Welt zu sein, so grausam sie auch sein mag. Und plötzlich werden ihre Träume Realität …



Violet:

Violet ist ein typisches graues Mäuschen, das an der Seite ihrer gutaussehenden besten Freundin Alice kaum wahrgenommen wird. Nur in ihrer Fantasie ist sie eine Heldin und nimmt die Rolle von Rose ein, der weiblichen Hauptfigur aus ihrem absoluten Lieblingsbuch "Der Galgentanz". Dann rettet sie eine ganze Welt und schnappt sich den Jungen ihrer Träume - doch mit seinen Wünschen sollte man vorsichtig sein ...

Ash:

Bei Tageslicht ist es den Imps nicht erlaubt, sich auf den Anwesen ihrer Herren, der Gems, zu zeigen. Ash ist deshalb einer der vielen Imps, die das Harper-Anwesen bei Nacht bewirtschaften. Genau wie Rose und Willow ist er eine fiktive Figur aus "Der Galgentanz". Doch er hat eine eigene Geschichte, wie Violet schon bald kennenlernen wird.


"Fanatic" ist die deutsche Übersetzung des Bestsellers "The Fandom" von Anna Day und der Auftaktband einer als Dilogie geplanten Buchreihe, in der die Hauptprotagonistin Violet ein Teil der Welt ihres Lieblingsbuchs "Der Galgentanz" wird.

Natürlich hat mich als Bücherwurm der thematische Ansatz sofort fasziniert. Die Vorstellung, einmal selbst in die Kulisse eines Buchs einzutauchen - wer hat nicht schon einmal davon geträumt, an Harrys Seite im Hogwarts Express zu sitzen oder auf Fuchurs Rücken durch die Nacht zu fliegen?

Im einen Moment ist Violet mit ihren Freundinnen und ihrem jüngeren Bruder Nate noch auf einer Comic Con, im nächsten Moment findet sie sich zwischen den Seiten von "Der Galgentanz" wieder und muss hautnah miterleben, dass ihre Anwesenheit in der Geschichte alles auf den Kopf stellt. 

Was zu Beginn noch spannend erscheint, entpuppt sich schon bald als tödlicher Ernst, denn Violet ist nichts anderes als ein gewöhnlicher Imp. Sie wird verfolgt, misshandelt und von den Gems wie Abschaum behandelt, sodass ihre romantisierten Vorstellungen schon bald der Vergangenheit angehören.

Ein Lichtblick ist die Aussicht darauf, Willow, dem Mann ihrer Träume endlich von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen. Doch wieso erscheint ihr Ash, ein Sidekick der ursprünglichen Geschichte, mit einem Mal so viel interessanter als Willow? Alles entwickelt sich anders als erwartet und obwohl Violet versucht, dem roten Faden der Geschichte zu folgen, entspinnt sich doch eine völlig neue Version der Geschehnisse.

Violets Eingreifen ist wie ein Paukenschlag für die Gleichberechtigung zwischen Imps und Gems, als sie immer weiter in Roses Rolle schlüpft und über sich hinauswächst. "Der Galgentanz" wird zu ihrer Realität und einen Ausweg zu finden, wird dabei oftmals Nebensache. Die Beziehung zu ihrem Bruder und ihren Freundinnen wird umso intensiver, je mehr die vier gemeinsam erleben. Violet muss eine Entscheidung treffen: spielt sie ihre Rolle bis zum Ende und bringt dem Buch das vorherbestimmte Ende oder improvisiert sie und gibt der Geschichte eine neue Richtung.  

Obwohl ich mir in einigen Szenen mehr Details gewünscht hätte, passt die atemlos erzählte Handlung sehr gut zur Umgebung des trostlosen Londons, zu deren Teil Violet, Nate, Katie und Alice langsam werden. Die Charaktere sind authentisch und sympathisch, direkt aus dem wahren Leben gegriffen. Sie alle stecken inmitten einer faszinierenden Grundhandlung und erleben in einer fiktiven, jedoch furchteinflößenden Welt ein kollektives Abenteuer. "Fanatic" konnte mich also definitiv fesseln!



Band 1: Fanatic
Band 2: derzeit noch ohne Titel (engl. The Fandom Rising  


Anna Day hat Psychologie studiert und kümmert sich hauptberuflich um Menschen mit Behinderung. Erst vor wenigen Jahren begann sie ernsthaft zu schreiben und wurde bei einem Schreibwettbewerb entdeckt. Ihr größtes Glück sind Musik, Kochen und natürlich ihre zwei Kinder. Mit ihrer Familie lebt sie im Nordosten von England, wo sie auch aufgewachsen ist.




 

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