[Rezension] Iron Flowers - Die Rebellinnen (Bd.1) von Tracy Banghart

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Originaltitel: Grace and Fury
Titel: Iron Flowers - Die Rebellinnen
Autorin: Tracy Banghart
Erscheinungsdatum: 25. April 2018
ISBN-13: 978-3737355421
Preis: 16,99(Hardcover) und 14,99€ (eBook)
Seitenzahl: 384
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Leseprobe: hier




Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.



Serina:

Ihr gesamtes Leben lang wurde Serina auf den Tag vorbereitet, an dem sie dem Thronfolger des Reiches als zukünftige Grace vorgestellt werden soll. Anmutig, kultiviert, makellos und schön, um ein Vorbild für das Volk zu sein. Demütig, dem Mann an ihrer Seite stets zu Willen. Serina hat hart darauf hingearbeitet, denn auch die Familie einer Grace genießt ein gewisses Ansehen, sodass ihre Geschwister und ihre Eltern durch ihre Anstellung ebenfalls ausgesorgt hätten.  
 

Nomi:

Obwohl ihr die Grundsätze ihrer älteren Schwester zutiefst verhasst sind, begleitet Nomi Serina als Zofe an den Hof des Thronfolgers. Insgeheim  träumt sie jedoch von einem Leben in Freiheit, in der ihr niemand vorschreibt, was sie zu tun hat. Von ihrem Zwillingsbruder hat sie Lesen und Schreiben gelernt - ein kleiner Akt der Rebellion in einer Welt, die Frauen den Zugang zur Bildung untersagt.


Tracy Bangharts neuestes Buch ist in einer fiktiven Welt angesiedelt, in der Frauen lediglich die Rolle als Hausfrau und Mutter zugedacht ist. Als schwaches Geschlecht sind sie den Männern unebenbürtig. Lesen und Schreiben ist ihnen strengstens verboten. Sie lernen schweigsam, demütig und gehorsam zu sein. Serina hat diese Prinzipien vollkommen verinnerlicht - ihre jüngere Schwester Nomi hingegen vermisst die Freiheit, eigene Entscheidungen treffen zu können.

In ihrer Verschiedenheit sind die beiden Schwestern durchaus interessante Charaktere und besonders auf den Part der rebellischen Nomi war ich gespannt. Leider spielt der charakterliche Konflikt zwischen Serina und Nomi kaum eine Rolle, denn ihre Wege trennen sich nach nur wenigen Kapiteln. Die Charakterentwicklung der Schwestern ist im Verlauf der Handlung dann auch teilweise etwas unglücklich. Zeigt Serina noch eine halbwegs nachvollziehbare Entwicklung, so hat sich besonders Nomi Schritt für Schritt das vormals noch verhasste Wesen ihrer älteren Schwester angeeignet.
 
Inhaltlich verläuft die Geschichte nach anfänglichen Überraschungen doch sehr geradlinig und konnte kaum mit Plot Twists aufwarten. Besonders im Mittelteil ist die Handlung vorhersehbar. Es ist zwar durchaus unterhaltend, beide Schwestern auf ihrer Reise zu begleiten, dennoch verlässt die Autorin nur selten ausgetretene Pfade. So fehlt der Story teilweise Tiefe, sodass ich beim Lesen nicht vollkommen gefesselt war. 

Besonders bei den romantischen Verwicklungen hat mir die Raffinesse gefehlt. Sie entwickeln sich zu leicht, ohne Widerstand rutscht jedes Puzzleteil an seinen vorbestimmten Platz, sodass sie in der Gesamtheit glatt wirken. Auch an Detailreichtum mangelt es der Geschichte leider hier und dort, sodass die Kulisse trotz einiger Beschreibungen doch nicht ganz lebendig wirken wollte. Der Fokus liegt stark auf dem Vorantreiben der Handlung, sodass einige Szenen nahezu sprunghaft wirken. 

Nichtsdestotrotz hat „Iron Flowers“ durchaus seine Eigenheiten, lässt sich flüssig weglesen und es gab durchaus Szenen, die mir gut gefallen haben, sodass ich vom Lesen trotz meiner Enttäuschung nicht völlig abraten kann. Die Handlung ist stellenweise spannend und besonders das System der Unterdrückung des weiblichen Geschlechts regt doch zum Nachdenken an. Es gibt durchaus auch positive Stimmen zum Buch, die mich selbst anfangs auch sehr neugierig auf die Erzählung gemacht haben 😉


Als bekennender Fan der Serie »The 100« hat Tracy Banghart mit ihren E-Book-Serien »Rebel Wings« und »By Blood« irgendwann angefangen, selbst Stoffe mit starken Frauenfiguren zu erschaffen und so eine große Fangemeinde gewonnen. Sie wuchs in Maryland, USA auf, studierte in England Buchwissenschaften und lebt heute auf Hawaii.


Vielen Dank an FISCHER Sauerländer  für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplars! 

4 Kommentare:



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  1. Hallo :)

    Das Buch möchte ich demnächst auch noch unbedingt lesen, deshalb musste ich einfach deine Meinung dazu durchlesen. Schade, dass sie eher durchwachsen ausfällt, aber ich finde deine Begründungen sehr legitim und nachvollziehbar. (Besonders schade ist für mich der Umstand, dass die Story sehr vorhersehbar ist. :/)

    Ich bin mal gespannt, ob meine Meinung ähnlich kritisch ausfallen wird. :)

    Liebe Grüsse ♥
    paperlove von Between the Lines.

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    1. Hallihallo!

      Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass dir "Iron Flowers - Die Rebellinnen" etwas besser gefällt, als mir. Immerhin gibt es auch zahlreiche positive Rezensionen zum Buch - schlecht ist die Geschichte also allemal nicht ;) Ganz viel Spaß beim Lesen!

      Liebe Grüße

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  2. Hallo Lisa,

    mir ging es mit dieser Geschichte genauso wie dir. Ich hatte mir von Nomi so einiges erhofft, aber leider nichts bekommen. Wo hingegen Serina´s Entwicklung mir gut gefallen hat. Aber insgesamt konnte mich Iron Flowers auch nicht wirklich begeistern.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe,

      von Nomi war ich wirklich sehr enttäuscht. Sie hatte als Figur so viel Potenzial, aber da blieb doch leider zu viel ungenutzt. Serina hat mir auch besser gefallen, aber vom Hocker gerissen hat mich das Buch letzten Endes dann doch nicht.

      Liebe Grüße

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