[Rezension] Das Ende ist erst der Anfang von Chandler Baker

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Originaltitel: This is not the End
Titel: Das Ende ist erst der Anfang
Autorin: Chandler Baker
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2018
ISBN-13: 978-3522202480
Preis: 17,00€ (Hardcover) und 12,99€ (eBook)
Seitenzahl: 400
Genre: Jugendbuch
Leseprobe: hier




In 23 Tagen wird Lake 18. Dann hat sie die Chance, genau einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Ihr behinderter Bruder wäre nach der Auferstehung wieder gesund und sollte Lakes erste Wahl sein. Doch gerade sind ihre beste Freundin und ihr Freund bei einem Unfall ums Leben gekommen. Für wen soll sie sich entscheiden? Ist es überhaupt richtig, Gott zu spielen und über Leben und Tod zu bestimmen? Lake steckt in einem Dilemma, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt ...



Lake Devereaux:

Lake liebt das Meer und ihre beiden besten Freunde Penny und Will, mit denen sie ihre gesamte Freizeit verbringt. Seit einigen Monaten sind sie und Will ein Paar und Lake könnte nicht glücklicher sein. Seit dem Unfall ihres älteren Bruders verbringt Lake nur noch selten Zeit Zuhause. Matt ist ab der Halswirbelsäule querschnittsgelähmt und auf die Pflege seiner Eltern angewiesen, die ihm jede freie Minute widmen. Obwohl Lake und Matt früher unzertrennlich waren, ist ihr Verhältnis heute angespannt - und dennoch hat seine Schwester ihm bereits vor einigen Jahren ihre Resurrection versprochen. Bis ein tragischer Unfall alles ändert …

Will Bryan & Penny Hightower:

Als Freigeist, Yogaliebhaberin und Vollzeitnaturschützerin engagiert sich Penny immer wieder für soziale Projekte, wohingegen Will stets charmant und mit seinem verschmitzten Lächeln bei allen beliebt ist. Die beiden sind seit Kindergartentagen miteinander befreundet und haben Lake in einer schwierigen Phase auf ihrer neuen Schule zur Seite gestanden.


Wenn Menschen unvermittelt aus dem Leben gerissen werden, ist die Situation für die Hinterbliebenen niemals leicht. Das muss auch Lake am eigenen Leib erfahren, als ihre beste Freundin Penny und ihr Freund Will bei einem Autounfall ums Leben kommen, den sie selbst mit ein paar kleinen Kratzern überlebt. Eine sogenannte Resurrection bietet Lake die Möglichkeit, an ihrem 18. Geburtstag genau einen Menschen ins Leben zurückzuholen. Doch wie soll Lake diese unmögliche Entscheidung treffen, wenn auch ihr Bruder Matt hofft, dass sie sich für ihn entscheidet? Er sitzt im Rollstuhl und die Resurrection nach seinem Tod ist für ihn die einzige Möglichkeit, je wieder laufen zu können. Schon bald fühlt Lake sich in die Enge getrieben, überfordert und außer Stande, eine solch unmenschliche Entscheidung zu treffen.

Das Ende ist erst der Anfang“ ist ein sehr emotionales Buch, das den Leser an Lakes schwerem Weg teilhaben lässt. Es ist tieftraurig, bewegend, voller Hoffnung, Verlust und Zweifeln. Chandler Baker bietet einen fiktiven Blick in die Zukunft, die durch die Resurrections vom medizinischen Fortschritt profitiert. Auch die fragwürdigen oder gar negativen Seiten einer Wiederauferstehung werden thematisiert und spielen bei Lakes Entscheidungsfindung eine Rolle. Denn ein Schlüsselerlebnis wie der Tod kann einen Menschen völlig verändern …

Lake ist fest entschlossen, die richtige Entscheidung für sich zu treffen, dabei aber auch das Wesen ihrer Freunde zu akzeptieren. Sie setzt sich viel mit dem Leben anderer Wiederauferstandener auseinander und findet auf ihrer Reise immer neue Details, die ihr Bild von Penny und Will vervollständigen. Doch nicht nur ihre verstorbenen Freunde begleiten Lake, auch neue Bekanntschaften unterstützen sie bei der wohl wichtigsten Entscheidung ihres bisherigen Lebens.

Besonders die Emotionen und Gefühle, die Lake durchlebt werden transparent geschildert, sodass ich mich auf jeder einzelnen Seite als Teil der Geschichte gefühlt habe. Es gibt viele gefühlvolle Passagen voller Trauer und Wut über die Ungerechtigkeit des Lebens. Dabei wird „Das Ende ist erst der Anfang“ niemals kitschig oder unpassend. Auch wenn die Autorin mit den Resurrections eine fantastische Komponente eingeflochten hat, bleibt die Handlung davon abgesehen fest in der Realität verankert. Außer den Wiederauferstehungen gibt es keine weiteren surrealen Elemente, was die Geschichte überaus realitätsnah erscheinen lässt. Ein kleiner medizinischer Fortschritt und das Leben verändert sich von Grund auf.

Lake stürzt durch die Entscheidung, die sie nun an ihrem 18. Geburtstag treffen muss in ein moralisches Dilemma. Sollte der Mensch wirklich Gott spielen dürfen und über Leben oder Tod entscheiden? Hinter dem schlichten schwarz-weißen Cover wartet eine absolut einnehmende Erzählung auf ihre Leser, die durch die vielen kleinen Wendungen überzeugt und die Zweifel, Verlustängste und Emotionen einer 17-Jährigen aufarbeitet, die eine unmenschliche Entscheidung zu treffen hat. Genretechnisch bewegt sich „Das Ende ist erst der Anfang“ stets an der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Mich hat das Buch absolut gepackt, auch wenn ich mit den letzten Seiten nicht ganz glücklich bin. Die Aufarbeitung des Themas ist allerdings gelungen und ich bin mehr als froh, diese tolle Geschichte dank Thienemann Esslinger entdeckt zu haben!



Chandler Baker wuchs in Florida auf, ging an der Universität von Pennsylvania aufs College und studierte Jura an der Universität von Texas. Sie lebt jetzt mit ihrem Mann in Austin und schreibt Romane für Jugendliche, darunter "Das Ende ist erst der Anfang".


Vielen Dank an Thienemann Esslinger für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplars!

2 Kommentare:



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  1. Hey Lisa,

    oh das Buch lese ich auch gerade und es gefällt mir bisher richtig super! Ich bin schon gespannt wie alles enden wird. Ich bin jetzt bei gut der Hälfte und habe eine gewisse Vermutung, aber mal sehen. :-)

    Liebe Grüße
    Sandra

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    Antworten
    1. Hallo Sandra!

      Mittlerweile bist du mit dem Buch sicherlich durch und ich bin schon gespannt, wie dir die Geschichte insgesamt gefallen hat! Also gleich mal nachschauen, ob es schon eine Rezension von dir gibt 😉

      Liebe Grüße

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